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  für Flöte, Violine und Live-Elektronik

 

„In between and further beschäftigt sich mit dem Spannungsverhältnis von Instrumentalmusik und elektroakustischer Klanggestaltung. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sich Berührungspunkte der gegensätzlichen Pole künstlerisch verwirklichen lassen, ohne die spezifischen Eigenschaften der jeweiligen Komponenten zu vernachlässigen. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, die Einzigartigkeit, welcher jeder instrumentalen Interpretation innewohnt, mit der Flexibilität der Live-Elektronik zu kombinieren. So wird die elektroakustische Klangbearbeitung dem Instrumentalspiel entsprechend in jedem Konzert gewisse Unterschiede aufweisen. Andererseits lag es mir fern, auf komplexe, bis in Detail auskomponierte elektroakustische Ereignisse verzichten zu wollen, so dass auch ein vierkanaliges Tonband Teil der Komposition wurde.

In between and further bezieht sich aber nicht nur auf die Berührungspunkte von Instrumentalspiel und Elektroakustik, sondern auch auf Übergangsbereiche spektraler Art: Akkorde verdichten sich zu komplexen Obertonspektren und werden so als Einzeltöne hörbar. Auch aufgenommene Klänge wurden dementsprechend bearbeitet; es handelt sich dabei neben Flötenklängen um verschiedene außereuropäische Instrumente wie Oz Komuz, kirgisische Maultrommel, und traditionelle Maori-Instrumente wie Mirimiri, geriebene Steine, Hue puru wai, wasserimitierende Kalebassenklänge, und Roria, eine hölzerne Maultrommel. In Verbindung mit virtuellen Instrumenten und Klangsynthese entsteht ein vielschichtiges Beziehungsgeflecht, das Wahrnehmung und Sinngebung von Klang und Raum im interkulturellen Kontext thematisiert.“

 

Ludger Kisters, in: Neue Zeitschrift für Musik, 3/2006, S.53f

 

In between, and further wurde, interpretiert von Carin Levine and David Alberman, veröffentlicht auf der CD Neue Horizonte des via nova, querstand-Verlag (siehe Links).